Wie man sich selbst wieder findet.
Für mich beginnen die wichtigsten Worte mit „Selbst“.
Selbstliebe, Selbstvertrauen, Selbstakzeptanz und Selbsterkenntnis.
Natürlich gibt es auch das Wort „Selbstzweifel“, aber auch Selbstzweifel sind wichtig, sie bringen uns weiter.
Sie spornen uns an, uns zu entwickeln.
Selbst bedeutet für mich, dass wir sehr viel selbst machen können. Wir brauchen eigentlich nur wenig Input von außen, um uns gut zu fühlen.
Egoistisch und narzisstisch
Ich höre die Stimmen, die da sagen: „Das ist egoistisch und narzisstisch.“
Wir glauben oft, dass wir uns zuletzt um uns selbst kümmern sollten. Erst die anderen, das nennt man christliche Nächstenliebe.
Es kommt nicht darauf an, welchen Weg ich gehe, um erfüllt und glücklich zu sein. Es kann sein, dass ich durch Aufopferung eine Erfüllung finde. Es kann aber auch sein, dass ich durch die Erforschung meiner inneren Bedürfnisse und Gefühle Erfüllung finde. Es gibt eine kurzfristige Erfüllung, die für mich immer stattfindet, wenn ich mir einen materiellen Wunsch erfülle. Wenn ich nach materiellen Dingen greife und sie dann erreiche, kann das erst einmal erfüllend sein.
Erinnere Dich, wie die Erfüllung aussieht, wenn Du ein materielles Ziel erreicht hast. Neue Kleidung, ein Auto und so weiter, wie war das? Wie lange dauerte Dein Glück oder Deine Erfüllung an?
Für mich sind die Erfahrungen wichtig, die mich richtig und tief berühren und ich eine tiefe Erfüllung empfinde.
Was berührt Dich und in welchen Situationen hast Du eine tiefe Erfüllung empfunden?
Erfüllte Momente im Leben
Für mich sind es die Momente, in denen ich spüre, was ich brauche und was mir jetzt richtig Spaß machen würde. Bei mir hat es oft etwas mit Kreativität zu tun.
Vieles, was uns im Außen begegnet, ist kurzlebig. Lob oder Anerkennung sind meist kurzfristig. Sehr oft sagen Menschen, dass sie uns lieben, und im nächsten Augenblick sind wir Fremde.
Heute sind wir Freunde und morgen gehören wir nicht mehr dazu. Das lässt uns an Lob und Anerkennung zweifeln.
Meine wirklich erfüllten Momente haben mit einem tiefen Austausch mit meinem Liebsten oder mit mir selbst zu tun.
Kann ich Nähe und Liebe zulassen und in mir aufnehmen, sie für mich als etwas Warmes und Erfüllendes abspeichern kann, dann ist das genial. Jetzt genau in diesem Moment.
Mein wirkliches Glück ist in mir, in meinem Erleben und in meiner Empfindung.
Deshalb sind das Wort „Selbst“ und die damit verbundenen Begriffe so wichtig.
Bin ich nicht im Selbst und erwarte im Außen, dass dies und jenes geschieht, macht mich das abhängig. Situationen kommen und gehen, Ich bleibe.
Das Gefühl für mich und zu mir bleibt. Alles andere habe ich nicht unter Kontrolle.
Wandel und Veränderung gehören zum Leben
Wenn ich auf Dich warte und wenn ich leide, weil meine Erwartungen nicht erfüllt wurden, leide ich durch den Wandel des Lebens. Es ist wie das Unvermeidbare, wie das Wetter, von kalt zu warm und von windig zu lautlos, es geschieht einfach. Der Wandel gehört zum Leben und solange Menschen sich selbst nicht kennen, gibt es viel Wandel.
Wenn ich mich selbst erforsche und erkenne, dann habe ich viele erfüllte Momente, die ich auch gerne teile. Es beginnt alles in mir und das, was ich aussende, ist ausschlaggebend.
Stell Dir vor, Du wartest auf Liebe von außen, auf Anerkennung, und es geschieht nichts. Du wärst verloren. Du zerstörst Dich, weil Du es anscheinend nicht verdient hast.
Deshalb beginnen die guten Worte mit „Selbst“ und sie haben nichts mit Egoismus zu tun, denn wer sich wirklich innerlich reich fühlt, teilt, ohne darüber nachzudenken. Wer innerlich leer ist und mit dem Leben hadert, kann nichts teilen.
Es ist normal, dass wir manchmal hadern und traurig sind, weil dieses oder jenes nicht passt, aber erinnere Dich an die Dinge, die Dich wirklich erfüllen.
Aus einem inneren Reichtum geht es nach außen, wir teilen und lassen teilhaben, denn es ist nicht wichtig, was im Außen geschieht. Unsere innere Welt ist so groß, dass sie nach außen strahlt.
Das ist der Weg und er führt über das Selbst.
Du willst geliebt werden und magst Dich selbst nicht. Könntest Du jemandem glauben, dass Du liebenswert bist? Du möchtest erfolgreich sein und glaubst nicht, dass Du es verdienst? Wie können wir etwas annehmen, was wir nicht für glaubwürdig halten? Wie soll uns etwas erreichen, was wir nicht für normal oder möglich halten?
Die ganze Reise beginnt bei uns, in uns. Und das ist alles andere als egoistisch. Ich begebe mich auf die innere Reise, die keine leichte ist, um das Leben zu bereichern. Es ist auch nicht narzisstisch, denn Narzissten ist es wichtig, dass andere sie bewundern und sie dadurch die Macht haben. Wenn Du bei Dir bist, brauchst Du keine Macht über andere, dann bist Du Dir so viel wert, dass Du keine Macht brauchst. Es gibt dann keinen Platz für so etwas wie Machtspiele, Neid oder Missgunst. Diese Gefühle entstehen, wenn wir Erwartungen haben, Ansprüche und Löcher, die wir durch Äußerlichkeiten stopfen müssen. Aber es zerfällt nach kurzer Zeit und das Loch kehrt zurück.
Wenn Du auf Anerkennung durch Deine Umwelt hoffst, ein sehr machtvoller Mensch wirst, weil Dir das die Möglichkeiten gibt, Deine Umwelt zu erpressen, dann bist Du angespannt. Du musst darauf achten, wer Dich nun gebührend lobt und anerkennt und wer nicht. Missverständnisse und Rachepläne bestimmen Dein Leben, und Du bist in einer sinnlosen Welt gefangen. Es ist unendlich anstrengend, so ein Leben zu führen. Es muss immer mehr, weiter und größer sein, denn die Sehnsucht wird nie erfüllt. Du misstraust und bleibst skeptisch, denn in dieser Welt wird man oft hintergangen oder ausgebootet. Es ist so sinnlos und unnötig, deshalb beginnen die wichtigen Worte alle mit „Selbst“.
Wenn wir unser Selbst finden
Menschen, die sich mit dem Selbst beschäftigen, haben gar nicht so viel Zeit für Kämpfe und Pläne. Sie sind auf der Suche nach sich selbst. Es ist die einzige Möglichkeit, sich zu finden. Alles, was wir im Außen suchen, können wir in uns finden. Anerkennung – anerkennst Du Dich? Vertrauen – vertraust Du Deiner inneren Stimme, Liebe – magst Du Dich?
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