Frauen denken, dass sie falsch sind

Frauen denken sie sind falsch

Frauen haben eine Menge ungesunde und tiefe Konditionierungen.

Eine davon ist: Sie glauben, dass sie falsch sind. Das ist ein tiefes kollektives Gefühl: Hexenverbrennung, Adam und Eva. Dazu kommen ganz tiefe Gefühle aus unserer Kindheit, wie „du warst zu laut“, „zu frech“ etc. Manchen haftet mehr oder weniger eine Reihe Dinge an, die man nicht richtig gemacht hat.
Es gibt ganz viele: zu laut, zu zickig, zu …. und so weiter.
Frauen dürfen niemals vorlaut oder frech sein.

Deshalb reagieren Frauen auch sehr empfindlich auf Verbesserungsvorschläge, Ratschläge oder Veränderungen.
Wenn man das Wort „Veränderung“ benutzt oder „du kannst wachsen und dich verändern“, dann löst das sofort das Gefühl aus: „Warum sollte ich etwas ändern? Damit würde ich zeigen, dass ich falsch bin. Veränderung und Wachstum gehören zu: „Ich bin falsch“.

Sätze, die auslösen, dass Frauen sich falsch fühlen:

  • Mach es doch mal so oder so.
  • Definiere ein neues Selbstbild.
  • Es ist Zeit für Veränderung

Wir glauben alles, was andere machen, wir nehmen sofort an, was uns gesagt wird. Ein schwaches Selbstbild ist offen für alles, damit sich das Gefühl einstellen kann: „Ich bin doch ganz gut.“ Dieses Selbstbild schwächt uns und macht uns anfällig für Manipulationen. Wir werden zu Opfern, bis wir lernen, dass diese Glaubenssätze und Konditionierungen nicht wahr sind.

Frauen wurden viele Äonen erniedrigt und klein gehalten, nun halten wir uns selbst und gegenseitig klein.
Dabei sind Veränderungen eine Chance und kein Zeichen von Schwäche. Wir leben, um zu wachsen und größer zu werden. Dazu dürfen wir uns verändern. Wir behalten, was uns weiterbringt, und wir verändern, was uns schadet.
Du bringst deinem Baby auch nicht bei, dass etwas zu lernen eine Schwäche ist, oder?

Wir alle sind in Bezug auf das Menschsein Lehrlinge und können Meister werden. Es gibt einen Weg, aber keine Bewertungen oder Diplome. Die Wege sind unergründlich und so verschieden wie die Menschen.
Wenn dir jemand rät, „Geh in deine Kraft“, heißt das nicht, dass du keine hast, es könnte nur bedeuten, dass du noch mehr aus der Kraft herausholen kannst, ohne Wertung. Wir werten dauernd und vor allem Frauen werten ständig.

Wir trauen uns nicht, eigene Wege zu gehen.

Das könnte sich als falsch herausstellen.
Begehen wir einen Irrtum, wirken wir lächerlich und werden ausgelacht. „Schau mal, die Dumme.“
Wir haben sehr tiefe Verletzungen in uns, die wir auf alle Fälle versuchen zu vermeiden.
Wir sind Lehrlinge und können sehr weit kommen. Wir wären nicht hier, wenn wir schon die Meisterschaft erreicht hätten.

Aber gerade Frauen wollen damit nichts zu tun haben. Sie haben meist kein stabiles Selbstvertrauen. Das kommt vor allem aus unseren kollektiven Prägungen. Frauen waren Sünde. Eine ganz tiefe Konditionierung, erfunden, um Frauen kleinzuhalten.

Kinder, die in einem stabilen Umfeld aufwachsen und viel Unterstützung bekommen, fühlen sich in sich sicherer.

Wir leben, um zu wachsen, und das bedeutet auch, Fehler zu machen, zu experimentieren und auszuprobieren, wie es am besten ist. Wir werden als unbewusste Babys geboren und müssen alles herausfinden. Das funktioniert über Experimentieren und Ausprobieren. Normal wäre, wenn wir unseren Weg als Möglichkeit sehen würden, um groß und stark zu werden.

Unser täglicher Kampf, uns richtig zu fühlen.

Oft empfinden wir es eher als Spießrutenlauf, sind ständig in Habachtstellung, bei keinem Fehler ertappt zu werden.
Ich wollte als Kind lieber spielen und was war? Ich habe die Hausaufgabe vergessen. Das geht gar nicht. Die Lehrerin stand eines Tages in unserer Küche und ich wurde behandelt wie eine Schwerverbrecherin. Das hinterlässt bleibende Schäden. Oder im Beruf: Man hat eine falsche Auskunft gegeben, egal ob man wirklich gut ausgebildet wurde oder eben nicht, es ist auf jeden Fall eine innere Schmach.

Unsere Gesellschaft ist mit diesen Wertungen sehr streng. Perfektion und Unfehlbarkeit.
Und gerade wir Frauen sind von Anfang an schon angeknackst.
Wir sind verspannt, angespannt, ausgelaugt und ausgepowert. Wie sollen wir neu auftanken und neue Kraft schöpfen? Das Leben oder die Werte, die wir leben, sind anstrengend und ermüdend.

Wir sind falsch und uns bleibt nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass es niemand entdeckt.
Wir sind besonders ehrgeizig und geben alles für ein sauberes Selbstbild.
Wir könnten so schön aus unseren Fehlern lernen, einen Schritt weitergehen und etwas Neues ausprobieren.
Würden die Menschen das Leben als Möglichkeit sehen, zu wachsen und sich gegenseitig ohne Wertung und Beurteilung zu unterstützen, könnten wir sehr weit kommen.

Aber selbst in Kreisen, in denen man das so sieht, gibt es viele Wertungen und Beurteilungen. Wir sind weiter, größer und spiritueller. Wir können schon eine Stunde meditieren und du nicht. Dabei sind die Wege so vielfältig, wie die Menschen vielfältig und verschieden sind.

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